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{{Taxobox
| Taxon_Name = Ameisenbären
| Taxon_WissName = Vermilingua
| Taxon_Rang = Unterordnung
| Taxon_Autor = Illiger, 1811
| Taxon2_Name = Zahnarme
| Taxon2_WissName = Pilosa
| Taxon2_Rang = Ordnung
| Taxon3_Name = Nebengelenktiere
| Taxon3_WissName = Xenarthra
| Taxon3_Rang = Überordnung
| Taxon4_Name = Höhere Säugetiere
| Taxon4_WissName = Eutheria
| Taxon4_Rang = Unterklasse
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| Taxon5_Rang = Klasse
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| Taxon6_WissName = Synapsida
| Taxon6_Rang = ohne Rang
| Bild = Myresluger2.jpg
| Bildbeschreibung = Großer Ameisenbär (''Myrmecophaga tridactyla'')
}}

Die '''Ameisenbären''' (Vermilingua) bilden mit zehn Arten, verteilt auf drei Gattungen, eine Unterordnung aus der Säugetiergruppe der Zahnarmen (Pilosa). Charakteristisch für diese Tiergruppe sind die verlängerte und röhrenförmige Schnauze, die dichte Fellbedeckung und die kräftigen Krallen an den Vorderfüßen. Namengebend ist ihre Ernährungsweise mit Spezialisierung auf staatenbildende Insekten. Die Tiere leben meist einzelgängerisch in eigenen Revieren und die Weibchen bringen je Geburt ein Junges zur Welt.

Der Lebensraum der Ameisenbären erstreckt sich über Mittel- und Südamerika. Ihre nächsten Verwandten sind die Faultiere (Folivora). Die Stammesgeschichte reicht im Fossilbericht bis in das Untere Miozän vor etwa 20 Millionen Jahren zurück. Aus molekulargenetischer Sicht ist aber ein wesentlich früherer Ursprung anzunehmen. Die Bestände der einzelnen Ameisenbären-Arten sind mit Ausnahme des Großen Ameisenbären bisher nicht gefährdet.

Merkmale

Habitus

Ameisenbären sind kleine bis mittelgroße . Die Krallen der Hinterfüße sind weniger ausgeprägt entwickelt.<ref name="Gardner 2008" /><ref name="Smith 2012" />

Schädelmerkmale

Charakteristisch für Ameisenbären ist der flache Schädel mit einem markant verlängerten und rundlich gestalteten Rostrum, das am deutlichsten beim Großen Ameisenbären entwickelt ist. Durch diese verlängerte Schnauzenregion besitzt das Nasenbein eine teils deutliche Streckung. Zusätzliche typische Merkmale sind der eingedellte Verlauf der Schädelbasis, die weitgehend zurückgebildeten Jochbeinbögen und der nur schwach ausgebildete Zwischenkieferknochen. Im vorderen Bereich der Nasenhöhle tritt teilweise eine zusätzliche Knochenbildung auf, die als Septomaxilla (Os nariale) bezeichnet wird. Diese aus einer Membran entstandene Verknöcherung, die auch bei anderen Nebengelenktieren auftritt, ist sonst nur bei stammesgeschichtlich eher älteren Säugetieren und bei Reptilien zu finden.<ref name="Zeller et al. 1993" /> Weiterhin ist die Gehirnkapsel relativ klein und das Tränenbein überdies gut ausgeprägt. Der Unterkiefer besitzt einen generell grazilen, spangenartigen Bau.<ref name="Reiss 1997" /><ref name="Gardner 2008" /><ref name="McDonald et al. 2008"/>

Skelettmerkmale

Die Wirbelsäule weist einige Besonderheiten auf. So kommen zwischen 15 und 18 Brust- sowie zwischen zwei und drei Lendenwirbel vor, eine insgesamt höhere Zahl als bei den verwandten Gürteltieren. Typisch sind vor allem die xenarthrischen Gelenke (Nebengelenke), die der Überordnung Nebengelenktiere (Xenarthra) ihren Namen verleihen und die sich an den seitlichen Gelenkfortsätzen (Zygapophysen) der hinteren Brust- und der Lendenwirbel befinden. Durch diese Lage der zusätzlichen Gelenkflächen werden der vorhergehende und der nachfolgende Wirbel stärker miteinander verschränkt. Im Vergleich zu den Gürteltieren beeinträchtigen sie durch ihre spezielle Position die Bewegung der Wirbelsäule stärker und verhindern deutlichere vertikale und seitliche Bewegungen der hinteren Wirbelsäule, die bei den Gürteltieren durch den Schildpanzer zusätzlich besser geschützt ist. Dies hilft aber den Ameisenbären, sich ebenso wie die Gürteltiere bei der Nahrungsaufnahme oder im Verteidigungsfall auf den Hinterbeinen aufzurichten und so das Körpergewicht zu halten.<ref name="Gaudin 1999" /><ref name="Endo et al. 2009" /> Weiterhin typisch am Körperskelett sind die teils deutlich verbreiterten Rippen und das Fehlen des dritten Trochanter (Rollhügel) als Muskelansatzstelle am Oberschenkelknochen.<ref name="Gardner 2008" />

Innere Organe

Der Magen der Ameisenbären ist einfach gebaut, am Eingang des Grimmdarms befinden sich zwei kleine Blinddärme. Ebenso besitzt der Uterus bei weiblichen Tieren einen einfachen Bau und ist teils birnenförmig gestaltet. Bei trächtigen Tamanduas wird der Uterus bis zu 13?cm lang.<ref name="Gardner 2008" /><ref name="Hayssen 2011" /><ref name="Hayssen et al. 2012" /> Er ähnelt im Bau damit dem der verwandten Faultiere, ist aber abweichend von dem einiger Vertreter der Gürteltiere gestaltet.<ref name="Benirschke 2008" /> Die Hoden der männlichen Tiere liegen innerhalb der Bauchdecke, der Penis ist kurz und im uneregierten Zustand nach hinten gewandt. Er besitzt eine konische Form und eine zentrale Falte.<ref name="Rossi et al. 2013" /> Ein sehr markantes Organ ist die Zunge, die beim Großen Ameisenbären bis zu 60?cm lang wird und zur besseren Nahrungsaufnahme von klebrigen Sekreten bedeckt ist. Sie ist bei den Zwergameisenbären abgeplattet, bei allen anderen Ameisenbären rund im Querschnitt. Die Oberfläche wird von konischen Papillen aufgeraut, pilz- und blattförmige Geschmackspapillen fehlen.<ref name="Casali et al. 2017"/> Die Zunge kann vollständig in das Maul zurückgezogen werden, ist aber möglicherweise aufgrund der Länge und Verwendung bei der Ernährung häufiger Verletzungen ausgesetzt.<ref name="Steinmetz et al. 2007" /> Die Zungenbasis ist im Gegensatz zu anderen Säugetieren nicht mit dem Zungenbein verbunden, sondern setzt am Brustbein an.<ref name="Chan 1995" />

Verbreitung und Lebensraum

Ameisenbären sind nur in Amerika verbreitet und leben in Südamerika östlich der Anden ? wo sie auch ihren Ursprung haben ? und im schmalen Küstenstreifen westlich des Gebirgszuges sowie in Mittelamerika bis in den Süden von Mexiko. Ihre nördlichen Verbreitungsareale erreichten sie aber erst nach dem Entstehen der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika am Isthmus von Panama und dem damit verbundenen Großen Amerikanischen Faunenaustausch, der im Pliozän vor rund 3 Millionen Jahren begann. Der Lebensraum umfasst überwiegend Tiefländer, aber auch Gebirgshöhen bis zu 2000?m. Dabei bewohnen Ameisenbären sowohl Wälder ? überwiegend tropischen Regenwald ? als auch offene Gras- und Savannenlandschaften.<ref name="Gardner 2008" /><ref name="Superina et al. 2010" />

Lebensweise

Territorialverhalten

Die heutigen Arten unterscheiden sich deutlich in ihrem generellen Verhalten: Während die Zwergameisenbären reine Baumbewohner sind und vorwiegend Wälder bewohnen, lebt der Große Ameisenbär ausschließlich am Boden und bevorzugt meist offene Landschaften wie Savannen. Die Tamanduas leben sowohl am Boden als auch in den Bäumen. Ameisenbären sind vorwiegend Einzelgänger, die nur zur Paarung zusammenkommen. Außerdem unterhalten sie Territorien, die mitunter recht groß sein können und Ausdehnungen von einigen Hektar bis zu mehreren Quadratkilometern Größe erreichen. Als Fressfeinde treten meist große Katzen und Greifvögel auf. Bedrohte Tiere richten sich auf den Hinterbeinen auf und verteidigen sich mit den scharfen Krallen der Vorderfüße.<ref name="Gardner 2008" />

Ernährung

Die Nahrung der Ameisenbären besteht fast ausschließlich aus Ameisen und Termiten und wird überwiegend über den Geruchssinn aufgespürt. Mit ihren Krallen brechen sie die Bauten dieser Tiere auf und lecken sie mit ihrer langen, eingespeichelten Zunge auf. Aufgrund der chemischen Abwehr der Insekten verweilt ein Ameisenbär meist nur sehr kurz an einem Bau und sucht dann einen neuen auf. Gelegentlich werden auch pflanzliche Materialien wie Obst verspeist.<ref name="Gardner 2008" />

Fortpflanzung

Über die Fortpflanzung der Ameisenbären ist nicht sehr viel bekannt. Die Tragzeit dauert einigen Angaben zufolge von 120 bis zu 190 Tagen. Die Weibchen bringen in der Regel ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses reitet in den folgenden Monaten auf dem Rücken der Mutter. Die baumbewohnenden Arten lassen die Jungtiere auch manchmal während der Nahrungssuche auf einer geschützten Astgabel zurück. Die Geschlechtsreife erreichen Große Ameisenbären mit drei bis vier Jahren, bei den anderen Arten ist dies nicht bekannt, ebenso wenig wie die Lebenserwartung in freier Wildbahn.<ref name="Gardner 2008" />

Systematik

Äußere und Innere Systematik

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Die Ameisenbären (Vermilingua) bilden eine Unterordnung innerhalb der Überordnung der Nebengelenktiere (Xenarthra). Die Überordnung Nebengelenktiere umfasst zwar insgesamt nur wenige Arten, ist dafür aber sehr vielgestaltig, und deren Mitglieder weisen als gemeinsames Merkmal die xenarthrischen Gelenke an der Wirbelsäule auf. Die Xenarthra repräsentieren eine der vier Hauptlinien der Höheren Säugetiere und sind gleichzeitig die Schwestergruppe der drei übrigen, die als Epitheria zusammengefasst werden. Das alleinige natürliche Verbreitungsgebiet der Xenarthra ist der amerikanische Doppelkontinent. Der Ursprung der Nebengelenktiere reicht im Fossilbericht wenigstens bis in das Paläozän vor mehr als 55 Millionen Jahren zurück, nach DNA-Analysen ist er aber möglicherweise noch in der ausgehenden Kreidezeit zu finden.<ref name="Delsuc et al. 2001" /> Innerhalb der Nebengelenktiere sind die nächsten Verwandten der Ameisenbären die Faultiere (Folivora), mit denen sie die Ordnung der Zahnarmen (Pilosa) bilden. Beide Gruppen haben sich, nachgewiesen durch molekulargenetische Untersuchungen, vor etwa 58 Millionen Jahren getrennt. Die Zahnarmen bilden das Schwestertaxon zu den Cingulatan, welche die Gürteltiere (Dasypoda) und deren ausgestorbene Verwandte wie den Glyptodontidae zusammenführen.<ref name="Kalthoff 2011" /><ref name="Delsuc et al. 2012" />

Innerhalb der Ameisenbären werden heute zwei Familien unterschieden, wobei die Cyclopedidae monotypisch sind und mit den Zwergameisenbären (''Cyclopes'') nur eine Gattung mit aktuell sieben Arten einschließen.<ref name="Miranda et al. 2017"/> Die Myrmecophagidae bestehen mit ''Myrmecophaga'' und ''Tamandua'' aus zwei Gattungen. Letztere enthalten zwei rezente Artvertreter.<ref name="Wilson & Reader" /> Die Aufspaltung der beiden Familien erfolgte molekulargenetischen Analysen zufolge bereits im Mittleren Eozän vor rund 38 Millionen Jahren, die Diversifizierung der Myrmecophagidae in die heutigen Linien fand erst wesentlich später, nämlich vor rund 10 bis 13 Millionen Jahren im Oberen Miozän, statt.<ref name="Delsuc et al. 2004" /><ref name="Delsuc et al. 2012" /><ref name="Gibb et al. 2015" />

Überblick über die rezenten und fossilen Gattungen der Ameisenbären

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Neben den drei rezenten Gattungen sind nur einige wenige fossile bekannt.<ref name="Hirschfeld 1976" /> Die Unterordnung der Ameisenbären gliedert sich folgendermaßen:
  • Unterordnung Vermilingua <span class="Person">Illiger</span>, 1811.
* Cyclopedidae <span class="Person">Pocock</span>, 1924
* ''Palaeomyrmidon'' <span class="Person">Rovereto</span>, 1914
* ''Cyclopes'' <span class="Person">Gray</span>, 1821 (Zwergameisenbären; einschließlich sieben rezenten Arten)
* Myrmecophagidae <span class="Person">Gray</span>, 1825
* ''Protamandua'' <span class="Person">Ameghino</span>, 1904
* ''Tamandua'' <span class="Person">Gray</span>, 1825 (Tamanduas; einschließlich zwei rezenten Arten)
* ''Neotamandua'' <span class="Person">Rovereto</span>, 1914
* ''Myrmecophaga'' <span class="Person">Linnaeus</span>, 1758 (Großer Ameisenbär; einschließlich einer rezenten Art)

Problematisch sind die Gattungen ''Adiastaltus'', ''Plagiocoelus'' und ''Anathitus''. Die ersten beiden werden zur Familie der Adiastaltidae, die letztere zur Familie der Anathitidae gezählt. Alle drei Gattungen sind nur über einige wenige Gliedmaßenreste bekannt, die allesamt aus der Santa-Cruz-Formation im südlichen Argentinien stammen und in das beginnende Mittlere Miozän datieren. Häufig werden die beiden Familien als synonym zu den Myrmecophagidae aufgefasst, das Fundmaterial ist bisher aber zu spärlich, um Genaueres zu den Verwandtschaftsverhältnissen zu sagen.<ref name="McDonald et al. 2008"/>

Ameisenbären außerhalb Amerikas?

Ameisenbären sind sowohl rezent als auch fossil nur in Amerika anzutreffen und datieren anhand von Fossilfunden bis in das Untere Miozän vor rund 20 Millionen Jahren zurück. Aus der Grube Messel in Deutschland wurde 1981 ein nahezu vollständiger, insgesamt 86?cm langer Fossilfund beschrieben und der Gattung ''Eurotamandua'' zugewiesen, welche wie die gesamte Fundstelle in das Mittlere Eozän vor rund 45 Millionen Jahren zu stellen ist. Die Vergabe des Gattungsnamens ''Eurotamandua'' erfolgte aufgrund der Fundlage in Europa und der angenommenen nahen Verwandtschaft mit den heutigen Ameisenbären, worauf unter anderem die zylindrische Schnauze, das zahnlose Maul nebst dem flachen Unterkiefer und einzelne andere Schädelmerkmale, aber auch das vermeintliche Vorhandensein xenarthrischer Gelenke hinwiesen ? letztere erwiesen sich allerdings als Ergebnis der Restaurierungsarbeiten am Fossil.<ref name="Storch 2003" /> Zudem nahm man eine Stellung innerhalb der Familie Myrmecophagidae an.<ref name="Storch 1981" /> Eine Einwanderung früher Vertreter der Ameisenbären nach Europa wurde daher über Nordamerika oder wahrscheinlicher über Afrika postuliert, welches sich erst in der Oberen Kreide von Südamerika getrennt hatte. Demnach sollte ''Eurotamandua'' aus einer frühen Entwicklungslinie der Ameisenbären abstammen, wobei aber entsprechende Fossilfunde weder aus Afrika noch Nordamerika vorliegen.<ref name="Storch 1984" />

Die angenommene Wanderung führte in der Folgezeit zu der Etablierung einer taxonomischen Gruppe namens Afredentata mit ''Eurotamandua'' als einzigem Mitglied. Untersuchungen zur Phylogenese erbrachten aber bereits in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre einige Zweifel an diesen Verwandtschaftsbeziehungen, vor allem bei einer Einbeziehung der Gruppe der Pholidota, deren einzige heute lebende Vertreter die Schuppentiere sind und aufgrund vergleichbarer Lebensweisen ähnliche morphologische Merkmale haben, ansonsten mit den Ameisenbären aber nicht näher verwandt sind.<ref name="Gaudin et al. 1998" /> Neuere Analysen ergaben nun eine eher wahrscheinliche Stellung an der Basis der Entwicklung der Schuppentiere, was vor allem auch unter Berücksichtigung zweier weiterer Messeler Fossilfunde gelang (''Eomanis'' und ''Euromanis''), die bereits vorher als ausgestorbene Vertreter der Schuppentiere erkannt worden waren.<ref name="Gaudin et al. 2009" /><ref name="Rose 2012" />

Stammesgeschichte

Anhand molekulargenetisch gewonnener Ergebnisse reicht der Ursprung der Ameisenbären bis in das Paläozän vor mehr als 55 Millionen Jahren zurück, als diese sich von den Vorfahren der heutigen Faultiere abtrennten. Fossil treten die Ameisenbären im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern der Nebengelenktiere eher spät in Erscheinung und stellen ein seltenes Faunenelement ihrer stammesgeschichtlichen Vergangenheit dar. Eine Ausnahme bildet ein umstrittener Mittelhandknochen aus dem frühen Eozän von Patagonien. Die ältesten bekannten Funde eines eindeutigen Ameisenbären stammen ebenfalls aus Patagonien und gehören dem Unteren Miozän vor fast 20 Millionen Jahren an. Es handelt sich um ein Teilskelett eines Tieres von der Größe der Tamanduas, das aber kräftiger gebaut war. Es wurde in der Gaiman-Formation an der atlantischen Küste gefunden, allerdings wurden die Fossilien bisher noch nicht systematisch zugeordnet. Aus der gleichen Region ist aus der Santa-Cruz-Formation aus dem Übergang zum Mittleren Miozän die Gattung ''Protamadua'' beschrieben worden, die anhand zweier vollständiger Schädel, eines Teilskeletts und einiger Reste des Vorder- und Hinterfußes überliefert ist und möglicherweise einen Vorfahren von ''Myrmecophaga'' und ''Tamandua'' repräsentiert. Die Funde verweisen auf ein Tier mit einem Körpergewicht von rund 5,9?kg hin,<ref name="Bargo et al. 2012" /> womit die Vertreter der Gattung in ihrer Größe etwa den heutigen Tamanduas entsprachen und die Zwergameisenbären übertrafen. Die erhaltenen Fußreste zeigen zudem eine deutlich generalisierte Fortbewegung an, die weder rein baumbewohnend noch stark bodenlebend war. Eine etwas weiter entwickelte Form stellt ''Neotamandua'' dar, die wenigstens vier Arten umfasst. Funde eines Skelettes stammen unter anderem aus dem Mittleren Miozän vor rund 14 Millionen Jahren und kamen an der Fundstelle La Venta in Kolumbien zum Vorschein. In der Collón-Curá-Formation bei Comallo im westlichen Argentinien wurde ein nahezu vollständiger Oberarmknochen von ''Neotamandua'' geborgen, der ebenfalls in das Mittlere Miozäns datiert.<ref name="Scillato et al. 1998" /> In den Übergang vom Oberen Miozän zum Pliozän der Araucano-Formation in Argentinien gehört ein hinteres Schädelteil. Anhand der Funde kann ''Neotamandua'' als ein relativ großes Tier rekonstruiert werden, der Humerus aus Collón-Curá-Formation übertraf den der heutigen Tamanduas um etwa 50 %. Einige Forscher fassen die Gattung teilweise als identisch zu ''Myrmecophaga'' auf. Eine dritte Gattung, ''Palaeomyrmidon'', die möglicherweise näher zu den Zwergameisenbären steht, ist über einen beinahe vollständigen Schädel ebenfalls aus der Araucana-Formation in Argentinien überliefert und trat somit vor etwa 9 Millionen Jahren auf.<ref name="Hirschfeld 1976" /><ref name="Gaudin et al. 1998" /><ref name="McDonald et al. 2008" />

Im Pliozän ist erstmals ''Myrmecophaga'' eindeutig nachgewiesen, jedoch liegen meist nur einzelne Knochenreste vor. Aus dem Übergang zum Pleistozän sind einige wenige Fußknochen von El Breal de Orocual im Nordosten Venezuelas bekannt,<ref name="Rincon et al. 2009" /> weitere Funde, so ein teilweise erhaltenes Skelett, ist aus Minas Gerais in Brasilien überliefert. Ähnlich wie ''Tamandua'', der erstmals im Pleistozän auftritt, gelangte auch ''Myrmecophaga'' im ältesten Abschnitt dieser geologischen Epoche im Zuge des Großen Amerikanischen Faunenaustausches bis weit nach Norden des amerikanischen Doppelkontinentes, wie einige Funde aus Sonora im Nordwesten Mexikos zeigen, wo der Große Ameisenbär heute nicht mehr verbreitet ist.<ref name="Shaw et al. 1987" /> Die Gattung ''Cyclopes'' ist dagegen fossil bisher nicht fassbar.<ref name="Hirschfeld 1976" /><ref name="Gaudin et al. 1998" /><ref name="McDonald et al. 2008" />

Forschungsgeschichte

Die heutige Unterordnung Vermilingua wurde von Johann Karl Wilhelm Illiger im Jahr 1811 eingeführt, allerdings auf Familienebene und unter der Schreibweise ?Vermilinguia?. Der Name bezieht sich auf die lange wurmähnliche Zunge (von lateinisch ''vermis'' für ?Wurm? und ''lingua'' für ?Zunge?), Illiger selbst übersetzte die Bezeichnung mit ?Züngler?. Neben den Ameisenbären (speziell den Großen Ameisenbären und den Südlichen Tamandua) ordnete er noch das Erdferkel (''Orycteropus'') und die Schuppentiere (Manidae) in die Vermilingua ein. Er stellte diese zusammen mit den Cingulata, also den Gürteltieren (Dasypoda) in eine übergeordnete Gruppe namens Effodientia (?Scharrtiere?).<ref name="Illiger 1811"/> Die Ordnungseinheit Vermilingua wurde in der Folgezeit nur selten gebraucht. Vielmehr setzte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts das Edentata-Konzept von Georges Cuvier durch, das dieser erstmals im Jahr 1795 zusammen mit Étienne Geoffroy Saint-Hilaire formuliert hatte. Die Edentata schlossen dabei neben den Ameisenbären noch die Schuppentiere und die Gürteltiere ein,<ref name="Hilaire et al. 1795"/> wenig später stellte Cuvier zusätzlich die Faultiere (Folivora) und das Erdferkel hinzu.<ref name="Cuvier 1798"/> Das Edentata-Konzept hielt sich teilweise bis weit in das 20. Jahrhundert, in der Regel bildeten die heutigen Xenarthra die Kerngruppe. Eine erste Referenz auf Illigers Vermilingua gab Christoph Gottfried Andreas Giebel im Jahr 1855, auch er führte das Taxon als Familie, das Erdferkel hatte er aber bereits ausgeschlossen.<ref name="Giebel 1855"/> Ebenso sah John Edward Gray in den 1860er Jahren die Vermilingua auf der Ebene der Familie, er fasste jedoch den Begriff als synonym zu den Myrmecophagidae auf, die er bereits 1825 eingeführt hatte. Zudem verwies Gray die Schuppentiere zu einer eigenen Familie, so dass letztendlich nur die Ameisenbären verblieben.<ref name="Gray 1865"/><ref name="Gray 1869"/> Abweichend von den vorherigen Sichtweisen verschob Theodore Gill im Jahr 1872 die Vermilingua erstmals auf die Ebene der Unterordnung innerhalb der Edentata, der er vier weitere zur Seite stellte (die Schuppentiere, die Faultiere, das Erdferkel und die Gürteltiere).<ref name="Gill 1872"/> Gill verwendete das gleiche Systematikschema elf Jahre später in dem wesentlich umfangreicheren Werk ''The standard natural history'' und etablierte die Vermilingua somit in dem Status und Umfang, wie sie heute bestehen. Innerhalb der Unterordnung erkannte er aber nur eine Familie an (Myrmecophagidae), die zwei Unterfamilien (die Myrmecophaginae und die Cyclothurinae (=Cyclopedinae)) einschloss.<ref name="Gill 1883"/> Im Jahr 1931 schuf George Gaylord Simpson die Überfamilie Myrmecophagoidea und vereinte die Vermilingua mit dieser,<ref name="Simpson 1931"/> eine Auffassung, die er 1945 in seinem Werk zur Systematik der Säugetiere wiederholte.<ref name="Simpson 1945"/> Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte sich dann die Ordnungseinheit Vermilingua endgültig durch.<ref name="McKenna et al. 1997"/>

Gefährdung

Neun der zehn rezenten Ameisenbären-Arten zählen zu den weniger bedrohten Säugetieren, wozu ihr großes Verbreitungsgebiet und ihre relative Anspruchslosigkeit beitragen. Allerdings haben die Rodungen von Wäldern und Überprägungen von Offenlandschaften durch menschliche Tätigkeiten lokal Einfluss auf die Bestände. Auch können Wald- und Buschbrände in einigen Regionen die örtlichen Populationen bedrängen, ebenso werden einzelne Tiere Opfer von Verkehrsunfällen. Die IUCN listet lediglich den Großen Ameisenbären als ?gefährdet? (''vulnerable''), die neun anderen Arten gelten als ?nicht gefährdet? (''least concern'') oder es besteht eine ?unzureichende Datenlage? (data deficient).<ref name="Superina et al. 2010" />

Literatur

  • Alessandra Bertassoni: ''Myrmecophagidae (Anteaters).'' In: Don E. Wilson und Russell A. Mittermeier (Hrsg.): ''Handbook of the Mammals of the World.'' Volume 8: ''Insectivores, Sloths and Colugos.'' Lynx Edicions, Barcelona 2018, S. 74?90 (S. 89?90) ISBN 978-84-16728-08-4.
  • Alfred L. Gardner (Hrsg.): ''Mammals of South America, Volume 1: Marsupials, Xenarthrans, Shrews, and Bats.'' University of Chicago Press, 2008, ISBN 978-0-226-28240-4, S. 168?176.
  • Flávia R. Miranda: ''Cyclopedidae (Silky anteaters).'' In: Don E. Wilson und Russell A. Mittermeier (Hrsg.): ''Handbook of the Mammals of the World.'' Volume 8: ''Insectivores, Sloths and Colugos.'' Lynx Edicions, Barcelona 2018, S. 92?102 ISBN 978-84-16728-08-4.
  • Sergio F. Vizcaíno, W. J. Loughry (Hrsg.): ''The Biology of the Xenarthra.'' University Press of Florida, 2008, ISBN 978-0-8130-3165-1, S. 1?370.

Einzelnachweise

<references>
<ref name="Gardner 2008">Alfred L. Gardner: ''Mammals of South America.'' Volume 1: ''Marsupials, Xenarthrans, Shrews, and Bats.'' University of Chicago Press, 2008, ISBN 978-0-226-28240-4, S. 168?177.</ref>
<ref name="Smith 2012">Paul Smith: ''The Xenarthra famalies Myrmecophagidae and Dasypodidae.'' Fauna Paraguay Handbook of the Mammals of Paraguay 2012, S. 1?35.</ref>
<ref name="Gaudin 1999">Timothy J. Gaudin: ''The morphology of the xenarthrous vertebrae (Mammalia: Xenarthra).'' In: ''Fieldiana.'' 1505 (41), 1999, S. 1?38.</ref>
<ref name="Endo et al. 2009">Hideki Endo, Teruyuki Komiya, Shinichiro Kawada, Akiko Hayashida, Junpei Kimura: ''Three-Dimensional Reconstruction of the Xenarthrous Process of the Thoracic and Lumber Vertebrae in the Giant Anteater.'' In: ''Mammal Study.'' 34 (1), 2009, S. 1?6.</ref>
<ref name="Steinmetz et al. 2007">Hanspeter W. Steinmetz, Marcus Clauss, Karsten Feige, Tanja Thio, Ewald Isenbügel, Jean-Michel Hatt: ''Recurrent tongue tip constriction in a captive Giant anteater (Myrmecophaga tridactyla).'' In: ''Journal of Zoo and Wildlife Medicine.'' 38 (1), 2007, S. 146?149.</ref>
<ref name="Hayssen 2011">Virginia Hayssen: ''Tamandua tetradactyla.'' In: ''Mammalian Species.'' 43 (875), 2011, S. 64?74.</ref>
<ref name="Hayssen et al. 2012">Virginia Hayssen, Flávia Miranda, Bret Pasch: ''Cyclopes didactylus (Pilosa: Cyclopedidae).'' In: ''Mammalian Species.'' 44 (1), 2012, S. 51?58.</ref>
<ref name="Rossi et al. 2013">L. F. Rossi, J. P. Luaces, H. J. Aldana Marcos, P. D. Cetica, G. Perez Jimeno, M. S. Merani: ''Anatomy and Histology of the Male Reproductive Tract and Spermatogenesis Fine Structure in the Lesser Anteater (Tamandua tetradactyla, Myrmecophagidae, Xenarthra): Morphological Evidences of Reproductive Functions.'' In: ''Anatomy Histology Embryology.'' 42, 2013, S. 247?256.</ref>
<ref name="Superina et al. 2010">Mariella Superina, Flávia Regina Miranda und Agustín Manuel Abba: ''The 2010 Anteater Red List Assessment.'' In: ''Edentata.'' 11 (2), 2010, S. 96?114.</ref>
<ref name="Zeller et al. 1993">U. Zeller, J. R. Wible, M. Eisner: ''New Ontogenetic Evidence on the Septomaxilla of Tamandua and Choloepus (Mammalia, Xenarthra), with a Reevaluation of the Homology of the Mammalian Septomaxilla.'' In: ''Journal of Mammalian Evolution.'' 1 (1), 1993, S. 31?46.</ref>
<ref name="Reiss 1997">Karen Zich Reiss: ''Myology of the Feeding Apparatus of Myrmecophagid Anteaters (Xenarthra: Myrmecophagidae).'' In: ''Journal of Mammalian Evolution.'' 4 (2), 1997, S. 87?117.</ref>
<ref name="Delsuc et al. 2001">Frédéric Delsuc, Francois M. Catzeflis, Michael J. Stanhope und Emmanuel J. P. Douzery ''The evolution of armadillos, anteaters and sloths depicted by nuclrar and mitochondrial phylogenies: Implications for the status of the enigmatic fossil Eurotamandua.'' In: ''Proceedings of the Royal Society of London.'' 268, 2001, S. 1605?1615.</ref>
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Weblinks